Agalenatea redii

Aus Wiki des Spinnen-Forums
Wechseln zu: Navigation, Suche
Agalenatea redii (Scopoli, 1763)
Körbchenspinne (Bellmann H. 2001)
Agalenatea redii female PK0224.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Agalenatea
Reifezeit (Le Peru B. 2007)
Monat:123456789101112
_ _ _ start X X end _ _ _ _ _
_ _ _ _ start end _ _ _ _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Europakarte europakarte-dummy-al-at-ba-be-bg-by-ch-cz-de-dk-ee-es-es-ib-fi-fr-frh-gb-gr-hr-hu-ie-it-it82-it88-lt-lv-mk-nl-no-pl-pt-ro-rs-ru-se-si-sk-tr-ua.png

Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:014467
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Oberschlesien ?
[CZ] Tschechien *
[D] BW V
[D] Berlin 3
[D] Brandenburg *
[D] MVmh== *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWmh<(↓)=V
[D] Sachsen 3
[D] SHsh>-D*
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Opole *
[PL] Tschenstochau *

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 7 bis 8 mm, Männchen 3,5 bis 5,5 mm (Bellmann H. 2001).

Prosoma gelbbraun mit dunklen Markierungen. Insgesamt variabel, mitunter fast ganz schwarz. Sternum dunkelbraun bis schwarz, mit einem unterbrochenen gelben Streifen, der in dunklen Exemplaren völlig reduziert sein kann. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953)

Opisthosoma mit variabler Farbe und mindestens so breit wie lang, das Spektrum reicht von braun bis rostrot (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953). Am vorderen Rand ist ein helles, umgedrehtes V vorhanden welches, nach hinten verlängert sein kann. Ebenfalls kann im hinteren Bereich ein brauner dreieckiger Bereich, ähnlich wie bei der pyramidatus-Variante von Araneus quadratus, ausgeprägt sein. (Roberts M. J. 1995)

Die Beine sind braun und geringelt, jedoch variabel in der Farbtiefe. Mitunter fehlt die Ringelung bei Männchen oder ist unterbrochen. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953)

Epigyne hervorstehend und mit breiter Lippe (Roberts M. J. 1995).

Pedipalpus mit einem langen Haar an der Tibia, während an der Patella zwei lange Haare sitzen (Roberts M. J. 1995).

Lebensraum

Warme, sonnige Flächen, dort an trockenen Gräsern und niedriger Vegetation wie Sträuchern (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Verbreitung

Agalenatea redii ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Auffällige Nachweisballungen im Sammelgebiet von Staudt (Saarland, Rheinland-Pfalz) und Lemke lassen vermuten, dass diese Art häufiger ist, als die Nachweiskarten allgemein vermuten lassen (Staudt A. 2014).

Lebensweise

Agalenatea redii baut ein Radnetz zwischen größeren Pflanzen auf sonst niedrigerem Bewuchs. Am Netzrand baut sie dabei zusätzlich eine Sitzwarte (das namensgebende „Körbchen”), in der sie sich meist aufhält.

Diese Art betreibt keinerlei Brutpflege oder Kokonbewachung. Untersuchungen an 28 Kokons dieser Art ergaben keinerlei Befund an Parasitenbefall an den Kokons (Finch O.-D. 2001).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Finch O.-D. (2001): Zönologische und parasitologische Untersuchungen an Spinnen (Arachnida, Araneae) niedersächsischer Waldstandorte. Martina Galunder-Verlag, Nümbrecht. ISBN 3-931251-70-5, 199 S.
  • Heimer S. & W. Nentwig (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Le Peru B. (2007): Catalogue et réparation des araignées de France. Revue Arachnologique 16, 469 S, ISSN 0398-4346.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Staudt A. [Koord.] (2014): Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands. AraGes e. V.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch.

Quellen der Nachweise