Arctosa perita

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Arctosa perita (Latreille, 1799)
Arctosa-perita Renate 09-04-07.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Arctosa
Reifezeit (Harvey et al. 2014)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Europakarte europakarte-dummy-at-be-bg-by-ch-cz-de-dk-ee-es-fi-fr-gb-gr-hr-hu-ie-it-it82-it88-lt-lv-md-mk-nl-no-pl-pt-ro-rs-ru-se-si-sk-tr-ua.png

Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017652
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien VU
[D] BW 2
[D] Bayern SL 3
[D] Berlin 3
[D] Brandenburg *
[D] MVmh== V
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 2
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWmh<(↓)=V
[D] Sachsen 3
[D] Sachsen-Anhalt 3
[D] SHh===*
[SK] Slowakei Ex

Merkmale

Körperlänge: Beide Geschlechter werden 6,5 bis 9 mm lang (Roberts M. J. 1995).

Diese bunte Wolfspinne hat ein dunkles Prosoma mit einigen hellen Flecken, von denen die zwei größten neben den hinteren Augen liegen. Auf dem Opisthosoma finden sich vorn eher gelbe und hinten mehr rötliche Töne, durchzogen von schwarzen Flecken und weißen „Doppelpunkten”. Farbgebung und Muster sind sehr variabel. Relativ konstant ist aber ein leicht verschwommener, hellgrauer Spießfleck vorn. Das unregelmäßige Muster dient dazu, den Körperumriss auf strukturreichem Untergrund aufzulösen. Die Spinne ist damit z. B. auf Sandböden hervorragend getarnt.

Wie bei vielen anderen Arctosa-Arten sind die Beine kontrastreich geringelt. (Bellmann H. 2001)

Reifezeit

Von März bis etwa Juni sind die überwinterten Tiere des Vorjahres reif aufzufinden, die Folgegeneration ist etwa ab September reif und überwintert dann ihrerseits. (Bellmann H. 2001)

Lebensraum

Offene, lockere Sandflächen mit spärlichem Bewuchs, also sowohl auf Sandwegen und Waldlichtungen als auch auf Dünen am Meer oder an Süßgewässern. Wo immer in Mitteleuropa diese Bedingungen erfüllt sind, ist sie häufig anzutreffen. Der allgemeine Rückgang offener Sandflächen gefährdet die Art jedoch. (Bellmann H. 2001)

Lebensweise

Im Winter zieht sich die Spinne in eine bis zu 30 cm tiefe, etwa 5 mm breite selbst gegrabene Röhre zurück, welche innen mit Spinnseide ausgekleidet ist. Verschlossen wird dieser Gang ebenfalls mit Gespinst, welches zudem durch anhaftende Sandkörner den Zugang tarnt. Sobald im Frühjahr – etwa ab März – die Sonne die Sandflächen zu erwärmen beginnt, schiebt die Spinne diesen „Vorhang” beiseite und sonnt sich, indem sie sich seitlich in die Öffnung ihres Ganges legt. So kann sie die größtmögliche Körperoberfläche zur Erwärmung nutzen. Bei Annäherung verschwindet sie jedoch blitzschnell wieder in der Röhre. Wer sie beobachten will, muss längere Zeit unbeweglich vor ihrem Tunnel ausharren. (Bellmann H. 2001)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise