Drapetisca socialis

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Drapetisca socialis (Sundevall, 1833)
Socialis Buchfahrt 07-07 01.jpg
subadultes Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Drapetisca
Reifezeit (Bellmann H. 2001)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Europakarte europakarte-dummy-at-be-bg-by-ch-cz-de-dk-ee-es-fi-fr-gb-gr-hr-hu-ie-it-lt-lv-md-nl-no-pl-pt-ro-rs-ru-se-si-sk-ua.png

Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010134
LSID Fauna Europaea: urn:lsid:faunaeur.org:taxname:350236
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Oberschlesien *
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin *
[D] Brandenburg *
[D] MVs=(↓) V
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWsh>=*
[D] SHh===*
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Opole *
[PL] Tschenstochau *

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen erreichen 3,2 bis 4 mm (Roberts M. J. 1995).

Weibchen

Grundfarbe blassgelb, die Verdunklungen braun bis dunkelbraun, seltener schwarz. Prosoma blassgelb, Mittelstreifen dunkel, in der Fovea verbreitert, vor der Kopfregion gegabelt. Rand dunkel, außerdem an den Einlenkungs­stellen der Coxen dunkle Flecken. Sternum blassgelb, am Rande bräunlich. Pedipalpus und Beine blassgelb: Femora, Tibien und Metatarsen (undeutlich) geringelt, mit dunklen Enden und ausgedehntem Mittelring. (Wiehle H. 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts M. J. 1993). Opisthosoma: breitoval, weißgrau, an der vorderen Wölbung mit einem dunklen Band, das an den Seiten bis über die Mitte reicht, vorn mitunter weiße Flecken einschließt. Oberseite: von einem dunklen Mittelstreifen gehen mehrere Bogenstreifen aus, die auf beiden Seiten nach hinten führen. Bauchseite weißgrau, Epigaster blassgelb. Scapus der Epigyne rotbraun. (Wiehle H. 1956)

Männchen

Pedipalpus: die ersten Glieder ganz hell, schwache Verdunk­lungen erst an der Tibia, Bulbus rotbraun. Patella länger als breit, am Vorderende dorsal mit einer geschwungenen Borste. Tibia so lang wie die Patella, becherförmig, mit 2 stärkeren Borsten nahe der Mitte, Hauptborste geschwungen gebogen, nicht stärker, aber länger als die Patella-Borste. Cymbium auf der Innenseite mit 3 Stacheln, basal mit 2 Ausbuchtungen. Bulbus: Endapophyse sehr verwickelt gestaltet, Embolus schwer zu sehen, unscheinbar, beim ausgestülpten Pedipalpus von der Fickertschen Drüse aus­gehend zu finden. (Wiehle H. 1956)

Lebensraum

Drapetisca socialis lebt an Baumstämmen, wo sie oft in großer Individuenanzahl angetroffen wird (Namensgebung?). Bei Annäherung flieht die flinke Spinne auf die andere Seite des Stammes. Im Spätherbst ist sie für kurze Zeit auch am Waldboden zu finden (Nentwig W. et al. 2012). In Fichten-, Buchen- und Erlenwäldern, sehr lokal; silvicol, hemiskotophil, hemihygrophil (Reinke H. D. & U. Irmler 1994).

Im Jahresverlauf wurden Stratenwechsel vom unteren Stammbereich bis in höher gelegene Teile beobachtet. Allerdings konnte Simon nachweisen, dass dabei eine Höhe von 10–12 Metern nicht überschritten wird. (Simon U. 2002)

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Bosmans R. et al. 2010).

Lebensweise

Die Art baut ein sehr feines, kaum sichtbares Gespinst direkt an der Stammoberfläche, welches eine Ausdehnung von bis zu 6 cm Breite und 4 cm Höhe hat (Bellmann H. 2001) (Schütt K. 1995). Beutetiere, die dieses Gespinst betreten, werden von der Spinne, ähnlich wie bei frei jagenden Spinnen, im schnellen Lauf überwältigt.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise