Ero furcata

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Ero furcata (Villers, 1789)
Ero-furcata MuenchenT 10-03 03.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Mimetidae (Spinnenfresser)
Gattung: Ero
Reifezeit (Palmgren P. 1974)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Europakarte europakarte-dummy-at-ba-be-bg-by-ch-cz-de-dk-ee-es-fi-fr-frh-gb-gr-hr-hu-ie-it-lt-lv-md-nl-no-pl-pt-ro-rs-ru-se-si-sk-ua.png

Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:005675
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin *
[D] Brandenburg *
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWh===*
[D] SHh===*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,50 bis 3,25 mm, Männchen 2,50 bis 2,75 mm (Roberts M. J. 1995). Bzw. Weibchen bis 4,0 mm und Männchen bis 3,0 mm (Wiehle H. 1953).

Ähnelt in Färbung und Zeichnung sehr Ero cambridgei. Die vorderen Mittelaugen sind größer als die lateralen Augen. Auf dem Opisthosoma findet man zwei kleine Höcker. (Le Peru B. 2011) Prosoma: Die Augenregion ist dunkel. Von ihr dehnt sich die stark pigmentierte Zone nach hinten aus. Die Mittellinie ist schwarz gezeichnet. Wo das Prosoma seine höchste Stelle erreicht, erweitert sich die Mittellinie zu einem Fleck. Im abfallenden Teil zeigt sich eine rautenförmige Grube. Der Rand des Prosomas ist dunkel gezeichnet. Die Chelizeren sind schwärzlich und zeigen an den Außenseiten Stridulationsrillen mit denen am Femur des Tasters ein Schrillzahn korrespondiert. (Wiehle H. 1953)

Weibchen

Die Epigyne hat an jeder Seite eine auffällige dunkle Sklerotisierung (Roberts M. J. 1995).

Männchen

Der Pedipalpus hat ein zweiteilig genocktes Paracymbium (Roberts M. J. 1995).

Ähnliche Arten

Ero-furcata MuenchenT 10-03 05-Epig-DETAIL200.jpg Kann mit der schon erwähnten Ero cambridgei verwechselt werden. Dieser fehlen jedoch die seitlichen Sklerotisierungen an der Epigyne (siehe Foto links) und das zweiteilig genockte Paracymbium am Pedipalpus. (Roberts M. J. 1995)

Lebensraum

In verschiedenen Lebensräumen, z.B. in Wiesen, Sümpfen, Heide, an Waldrändern, in Nadelwäldern, Küstendünen und an Weinbergen. Im Habitat auf Bäumen, Büschen, niedriger Vegetation und in der Streu (Le Peru B. 2011).

Die Art ist bis zum 63. Breitegrad verbreitet. Sie wird vor allem mit Sieb aus der Bodendecke in Wäldern verschiedener Art (mit Ausnahme von extrem trockenen, flechtendominierten Kiefernwäldern) sowie in baumbewachsenem Moorgelände, nicht nur in Moos sondern auch in moosfreien Bereichen der Laubwälder und -Gebüsche angetroffen. Spärlicher in Wiesen. Sie steigt in die Kraut-, Zwergstrauch- und Gebüschvegetation bis etwa 1–2 m Höhe (Kescherfang). (Palmgren P. 1974)

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Platnick N. I. 2013).

In Deutschland am häufigsten von allen vier vorkommenden Arten nachgewiesen (Staudt A. 2014).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Le Peru B. (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Palmgren P. (1974): Die Spinnenfauna Finnlands und Ostfennoskandiens IV Argiopidae Tetragnathidae Mimetidae. Fauna Fennica 24, S. 1–170.
  • Platnick N. I. (2013): World Spider Catalog. American Museum of Natural History 13.5.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Staudt A. [Koord.] (2014): Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands. AraGes e. V.
  • Wiehle H. (1953): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile, 42. Teil Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae) IX: Orthognatha - Cribellatae - Haplogynae Entelegynae. VEB Gustav Fischer Verlag, 150 S.

Quellen der Nachweise