Harpactea rubicunda

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Harpactea rubicunda (C. L. Koch, 1838)
Rubinfarbene Sechsaugenspinne (Buchholz S. et al. 2010)
Rubicunda 2002.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Dysderidae (Sechsaugenspinnen)
Gattung: Harpactea
Reifezeit (Le Peru B. 2011)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Europakarte europakarte-dummy-at-be-bg-ch-cz-de-dk-gb-gr-hr-hu-pl-ro-rs-ru-sk.png

Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:004709
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin *
[D] Brandenburg *
[D] MV== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) G
[D] NRWs===*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 8 bis 12 mm (Cephalothorax 3,5 bis 4 mm), Männchen 7 bis 10 mm (Cephalothorax 4 mm) (Le Peru B. 2011).

Prosoma und Sternum rotbraun (Le Peru B. 2011). Das Opisthosoma ist, wie für de Familie typisch, zeichnungslos (siehe Bilder).

Die ersten beiden Beinpaare sind rotbraun, die hinteren gelblich. Femora I und II mit 3 bis 6 Stacheln, Femur IV mit 8 bis 10 dorsalen Stacheln. Die Coxae des 4. Beinpaars tragen 1 bis 8 Stacheln (siehe auch Bilder unten). Die Patellae des dritten Beinpaares tragen mindestens einen Stachel. (Le Peru B. 2011)

Jungtiere sind heller als erwachsene Spinnen. Bei ihnen ist das Prosoma noch mittel gelb- oder orangebraun. (Eigene Beobachtungen Grabolle)

Ähnliche Arten

Bei Harpactea hombergi und H. lepida sind die Coxae IV unbestachelt. Beide Arten sind zudem im Adultstadium kleiner. (Heimer S. & W. Nentwig 1991)

Bereits in der Schweiz und Österreich kommen weitere Arten der Gattung hinzu.

Die Gattung ist in Süd- und Osteuropa mit zahlreichen, eventuell noch nicht beschriebenen, Arten vertreten. Exemplare aus diesen Gebieten bedürfen einer sorgfältigen Bestimmung durch Genitaluntersuchung (bei den Weibchen durch Vulvenextraktion).

Verbreitung

Sie ist von Europa bis Georgien verbreitet (Platnick N. I. 2013).

In Deutschland vor allem im Osten relativ häufig nachgewiesen (Staudt A. 2014).

Lebensraum

Unter Steinen und Detritus, in trockenen oder halbtrockenen Habitaten wie entsprechenden Wäldern, Grasland oder Hängen (Le Peru B. 2011). Auch auf trockenen Ruderalflächen (Roberts M. J. 1996), sowie in Gärten und Häusern (Le Peru B. 2011).

Lebensweise

Wie alle Harpactea-Arten ist auch Harpactea rubicunda streng nachtaktiv. Zum Beutefang läuft sie bedächtig umher. Die langen Vorderbeine werden auf flachem Untergrund breit aufgefächert vor dem Körper hergetragen. Dank ihres schlanken beweglichen Körperbaus ist es ihr aber auch möglich, in Spalten und Ritzen einzudringen und ihre Beute dort aufzuspüren. (Eigene Beobachtungen Grabolle)

Die Art ist recht angriffslustig und überfällt auch andere Spinnen. Beobachtungen zufolge scheinen andere Spinnen (z.B. Drassodes sp.) einen nicht unerheblichen Teil ihrer Nahrung auszumachen. (Eigene Beobachtungen Grabolle)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise