Larinioides ixobolus

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Larinioides ixobolus (Thorell, 1873)
Ixobulus Weimar 08-08 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Larinioides
Reifezeit (Nentwig W. et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:016289
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Oberschlesien ?
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin 3
[D] Brandenburg *
[D] MVes= R
[D] Sachsen 4
[D] Sachsen-Anhalt R
[D] SHex???0
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Oberschlesien NT
[PL] Opole ?
[PL] Tschenstochau NT

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 17 bis 18 mm, Männchen 11,0 bis 11,5 mm (Nentwig W. et al. 2012).

Prosoma dunkel mit einer lichten hellen Behaarung, welche besonders am vorderen Rand des Augenbereichs ausgeprägt ist. Zusätzlich besitzt der Vorderleib eine weiße Randung. Beine hell-dunkel geringelt, proximaler Bereich der Femora ohne Zeichnung und hell gelblich. Opisthosoma hellgrau mit einem teilweise wesentlich dunkleren Folium, dessen Ränder schwarz eingefasst sein können.

Männchen

Die Männchen besitzen ein sehr stark verlängertes erstes und zweites Beinpaar, gleichen aber in der Färbung weitgehend den Weibchen.

Ähnliche Arten

Habituriell

Die ausgewachsenen Exemplare von Larinioides ixobolus sind manchmal sehr dunkel gefärbt und können dann mit Nuctenea umbratica verwechselt werden. Siehe auch „Nuctenea oder Larinioides”. Ebenso besteht eine Verwechselungsmöglichkeit mit der Schwesterart Larinioides sclopetarius.

Genital

Der Pedipalpus sollte für eine sichere Determination in der prolateralen (Innen-)ansicht betrachtet werden. Der Konduktor ist länglich, die Terminalapophyse (weiß markiert) und der Embolus (blau markiert) besitzen keinen spitz ausgezogenen bzw. dornartigen Fortsatz. Auch die gabelige Medianapophyse ist für die Unterscheidung zu anderen Arten der Gattung geeignet, dafür ist jedoch einiges an Erfahrung erforderlich, um inbesondere Verwechslungen mit Larinioides ixobolus zu vermeiden. (Horak P. & C. Kropf 1992)

Scolpetarius vs ixobolus.JPG Pedipalpen prolateral von L. sclopetarius (links) und L. ixobolus (rechts), Terminalapophyse und Embolus markiert.

Verbreitung

Westeuropa bis Zentralasien (World Spider Catalog Association 2016)

Lebensraum

Unter loser Baumrinde (Bösenberg W. 1899). Synanthrop in der Nähe von Gewässern (Nentwig W. et al. 2012). Jedoch auch schon abseits von Wasser gefunden (Jaeger P. 1995). Darunter mehrmals in und an Gebäuden (Horak P. & C. Kropf 1992).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise