Micrommata virescens

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Micrommata virescens (Clerck, 1757)
Grüne Huschspinne (Buchholz S. et al. 2010)
Micrommata virescens W 7-6962.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Sparassidae (Riesenkrabbenspinnen)
Gattung: Micrommata
Reifezeit (Nentwig W. et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Europakarte europakarte-dummy-ad-al-at-ba-be-bg-by-ch-cz-de-dk-ee-es-es-ib-fi-fr-frh-gb-gr-hr-hu-ie-it-it88-lt-lv-md-mk-nl-no-pl-pt-ro-rs-ru-se-si-sk-tr-ua.png

Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:029082
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Oberschlesien *
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin 0
[D] Brandenburg R
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWmh<(↓)=V
[D] SHes==-F1
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Opole *
[PL] Tschenstochau *

syn. Micrommata roseum

Micrommata virescens war Spinne des Jahres 2004 (Jäger P. et al. 2004).

Merkmale

Körperlänge: 12 bis 15 mm (Weibchen) bzw. 8 bis 10 mm (Männchen) (Bellmann H. 2001).

Das Weibchen ist fast vollständig leuchtend grün, mit einem deutlichen Herzfleck. Das Männchen hat ebenso grüne Beine und Prosoma. Das Opisthosoma ist jedoch gelb mit einem roten Mittelstreifen und roten Seitenstreifen. Junge Männchen sind eher blassgrün, und die Färbung des Opisthosomas ist wenig ausgeprägt.

Die Jungtiere sind noch nicht grün gefärbt, sondern beige und blass bräunlich, und besitzen eine Zeichnung aus rötlichen Streifen und Pünktchen.

Lebensraum

Micrommata virescens lebt in warmen Gebieten an Waldrändern, in Gebüsch und auf verbuschtem Trockenrasen (Bellmann H. 2001), aber auch in Hoch- und Niedermooren, Frisch- und Nasswiesen, Kiefernwäldern, Waldsteppen und Zwergstrauchheiden. Insgesamt ist die Art als euryök zu betrachten. (Rödel I. 2003) Im Wald an sonnigen Stellen auf lichtem Gebüsch (Bösenberg W. 1899).

Verbreitung

Micrommata virescens ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Die Art ist in Deutschland weit verbreitet, wurde aber im Tiefland wesentlich weniger nachgewiesen als im Bergland (Staudt A. 2014).

Lebensweise

Beutefang

Lauert in der Vegetation bewegungslos auf Beute, die bei Annäherung sofort mit den Vorderbeinen gegriffen und zu den Chelizeren geführt wird. Flüchtende Beute wird verfolgt. Mitunter setzt die Spinne einen kleinen Sprung ein, um die Beute zu überwältigen.

Fortpflanzung

Im Frühling und Frühsommer suchen die Männchen aktiv nach den Weibchen. Dabei laufen sie im Zickzack umher, stellen sich regelmäßig auf die Hinterbeine und tasten die Umgebung mit den Vorderbeinen ab, wobei sie sich um die eigene Achse drehen. Trifft das Männchen auf das Weibchen, beginnt es dessen Dorsalseite mit den Vorderbeinen zu betrommeln. Kommt es zur Paarung, besteigt das Männchen seine Partnerin von vorne und führt seitlich einen der Taster ein (Bellmann H. 2010). Die Paarung kann insgesamt mehrere Stunden dauern, wobei der Taster nur einmal gewechselt wird. (Rödel I. 2003)

Für die Eiablage webt das Weibchen einige Blätter zu einer Kammer zusammen (siehe Bilder). Die ebenfalls grünen Eier werden vom Weibchen bis zum Schlupf bewacht. Auch danach bleibt es noch einige Zeit bei den Jungtieren, bis diese sich zerstreuen. (Jäger P. et al. 2004)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise