Ozyptila praticola

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Ozyptila praticola (C. L. Koch, 1837)
Ozyptila-praticola Ungarn-Szentendre 09-05 01.jpg
Weibchen (Ungarn, bei Budapest)
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Ozyptila
Reifezeit (Heimer S. & W. Nentwig 1991)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:030893
LSID Fauna Europaea: urn:lsid:faunaeur.org:taxname:353557
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Oberschlesien *
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin *
[D] Brandenburg *
[D] MVmh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWsh>=*
[D] SHsh===*
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Opole *
[PL] Tschenstochau *

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3 bis 4 mm, Männchen 2,5 bis 3 mm (Roberts M. J. 1995).

Prosoma dorsal mit dunkelbraunen oder schwarzen Seitenbereichen. Das Zentralband und die Radiärzeichnung ausgehend von der Thorakalregion rötlich braun. Sternum charakteristisch, gelb mit einem zentralen braunen Punkt oder einer Längslinie und gegenüber den Coxen der Beinpaare I bis III jeweils mit einem größeren dunklen Fleck, am Ende ist ein weiterer größerer dunkler Fleck ausgeprägt. Opisthosoma gräulich und mit kräftigen braunen und schwarzen Punkten und Längsbalken durchsetzt. Beine braun, Femorae, Patellae und Tibiae dunkelbraun geringelt und gemustert. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951)

Männchen ähnlich wie Weibchen, manchmal jedoch dunkler (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951). Mitunter können die Männchen auch wesentlich heller sein und das Mittelband auf dem Prosoma vermissen lassen (siehe Galerie).

Gruben der Epigyne in etwa nierenförmig und am breitesten nahe der Epigastralfurche (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Pedipalpus mit tief gespaltener medianer Tibialapophyse (Heimer S. & W. Nentwig 1991), laterale Tibialapophyse mit spitzem und spiraligem Ende (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951).

Lebensraum

Euryök, in verschiedenen Lebensräumen mit gewissem Feuchtigkeitsgehalt. Im Habitat unter Moos und Steinen. (Heimer S. & W. Nentwig 1991)

In Schleswig-Holstein auf Knicks sowie auf lehmigen oder sandigen Böden. Seltener auf Äckern, vereinzelt in Wäldern, auf Grünland oder in Heiden. Hemihygrophil und (hemi-)skotophil (Reinke H. D. & U. Irmler 1994).

Verbreitung

Die Art ist holarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

In Deutschland weit verbreitet und regelmäßig nachgewiesen (Staudt A. 2014).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Heimer S. & W. Nentwig (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1951): British Spiders Vol. I. Ray Society, 310 S.
  • Reinke H. D. & U. Irmler (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Staudt A. [Koord.] (2014): Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands. AraGes e. V.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-10-17.

Quellen der Nachweise