Uloborus plumipes

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Uloborus plumipes Lucas, 1846
Federfußspinne
Uloborus.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Uloboridae (Kräuselradnetzspinnen)
Gattung: Uloborus
Reifezeit (Almquist S. 2005)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:006412
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Berlin R
[D] Brandenburg *
[D] MVnb nb
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWs>=*
[D] SHss===*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 4 bis 6 mm (Bellmann H. 2001).

Weibchen

Färbung der Tiere variabel. Oftmals ist das Prosoma schmutzig braun mit einigen enganliegenden goldfarbenen Haaren, letzere sind auch auf den Chelizeren und dem Sternum ausgeprägt. Opisthosoma mittig mit einem rotbraunen Feld und goldgelben und braunen Streifen. Seitlich goldgelb. Beine geringelt mit goldgelben Haaren, erstes Beinpaar auffallend lang und die Tarsen mit federartigen Büscheln längerer Borsten besetzt (Trivialname!) (Almquist S. 2005).

Epigyne kappenförmig und über die Epigastralfurche ragend, hinterer Rand mit einer tiefen Einbuchtung (Almquist S. 2005).

Männchen

Fäbung wie die Weibchen, Tibia I mit einer Reiher steifer Stacheln, die federartigen Borsten sind ventral nur in der distalen Hälfte ausgeprägt. Embolus des männlichen Pedipalpus lang, gedreht und spitz zulaufend. (Almquist S. 2005)

Verbreitung

Alte Welt; nach Argentinien eingeschleppt (World Spider Catalog Association 2015).

Lebensraum

Typischer Auffindeort in Mitteleuropa: In einem Baumarkt

Typischerweise findet man die Spinne in Mittel- und Nordeuropa in den Gartenabteilungen von Baumärkten oder in Tropenhäusern (Roberts M. J. 1998) (Almquist S. 2005). An solchen Orten scheint sich die Art inzwischen sicher etabliert zu haben und autarke Populationen zu bilden.

Im Mittelmeerraum kann die Art auch im Freiland oder in normalen Gebäuden auftreten (Bosmans R. et al. 2013).

Lebensweise

Netzbau

Uloborus plumipes baut ein horizontales Radnetz aus cribellaten Fäden mit ungefähr 20 bis 30 cm Durchmesser. Oftmals findet man bis zu vier Stabilimente im Netz. (Bellmann H. 2010)

Uloborus plumipes als Neozoon

Uloborus plumipes wurde inzwischen aus vielen Gewächshäusern in Mitteleuropa nachgewiesen. Dort kann sie mitunter sehr dichte Populationen von annähernd 10 Tieren pro Quadratmeter bilden. Auffallend ist, dass die Art eine scheinbar hohe Toleranz gegenüber Pflanzenschutzmitteln besitzt, welche im Zierpflanzenbau eingesetzt werden. Es wird vermutet, dass dies primär damit zusammenhängt, weil in Gewächshäusern stets alle Altersstadien vertreten sind. Diese könnten jeweils unterschiedlich empfindlich auf die verschiedenen Pflanzenschutzmittel reagieren, ähnlich wie das bei Problem-Schädlingen nachgewiesen ist. Zudem ist ein Großteil der Spinnen oftmals nicht im direkten Anwendungsbereich zu finden. Diese Eigenschaften werden es der Art u.a. ermöglicht haben, sich rasch in europäischen Gewächshäusern zu verbreiten. (Klein W. et al. 1994)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Almquist S. (2005): Swedish Araneae, Part 1 – The families Atypidae to Hahniidae. Entomological Society of Lund, Sweden, 284 S.
  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Bosmans R., J. van Keer, A. Russell-Smith, T. Kronestedt, M. Alderweireldt, J. Bosselaers & H. de Koninck (2013): Spiders of Crete. A catalogue with all currently known species (Araneae) from the Greek island of Crete. Belgian Arachnological Society ARABEL Volume 28 (suppl. 1), 147 S, ISSN 2295-3035.
  • Klein W., M. Stock & J. Wunderlich (1994): Zwei nach Deutschland eingeschleppte Spinnenarten (Araneae)- Uloborus plumipes Lucas und Eperigone eschatologica (Bishop) - Als Gegenspieler der weißen Fliege im geschützten Zierpflanzenbau?. Beitr. Araneol. 4, 301-306.
  • Roberts M. J. (1998): Spinnengids. Tirion Natuur Baarn, Netherlands, 397 S..
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch.

Quellen der Nachweise