Zygiella x-notata

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Zygiella x-notata (Clerck, 1757)
Sektorspinne
Zygiella x-notata W 7-3016.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Zygiella
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ _ _ start X X X X end
_ _ _ _ _ _ start X X end _ _
Verbreitung in Europa<
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017187
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Oberschlesien ?
[CZ] Tschechien *
[D] Berlin *
[D] Brandenburg *
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWh===*
[D] SHsh===*
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Opole ?
[PL] Tschenstochau *
[SK] Slowakei Ex

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 7 bis 11,5 mm, Männchen 4 bis 8 mm (Nentwig W. et al. 2012) (Lemke M. 2009).

Opisthosoma silbergrau mit deutlicher Blattzeichnung. Prosoma hellbraun mit einem dunkleren Kopfdreieck und dünner Umrandung. Cheliceren dunkel, Beine geringelt.

Selten treten auch rötlich gefärbte Exemplare auf (siehe Fotos), daher sollte die Art genital bestimmt werden, um Verwechslungen mit Zygiella atrica auszuschließen.

Lebensraum

Vor allem an Häusern und an anderen urbanen Strukturen zu finden (Bellmann H. 2001), seltener auch an Bäumen und Felsen (Nentwig W. et al. 2012).

Verbreitung

Zygiella x-notata ist holarktisch und in den Neotropen verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Lebensweise

Netzbau

Beim Radnetz, das Zygiella x-notata baut, fehlt oft ein Sektor. An dieser Stelle findet sich stattdessen ein Signalfaden, der von der Netznabe zum Schlupfwinkel außerhalb des Netzes führt, in dem sich die Spinne tagsüber verbirgt. Bei einem Winkel von über 40° zwischen Netzebene und Signalfaden wird der Sektor allerdings normal ausgesponnen. Das entsteht meistens bei einem versetzt liegenden Versteck. (Bellmann H. 2001)

Jungtiere bauen anfangs ein komplettes Netz und sind auch tagsüber in der Netzmitte zu finden (Bellmann H. 2010).

Paarung

Das Männchen stellt zur Balz einen Werbefaden her, mit dessen Hilfe es das Weibchen durch Zupfen der ersten beiden Beinpaare anlockt. Dabei werden abwechselnd nur die Beine einer Körperseite benutzt. Die Paarung dauert eine knappe halbe Minute, wobei die Tasterblase der Pedipalpen nur einmal anschwillt. Allerdings können nach weiterer Werbung bis zu 20 weitere Paarungen folgen. Erst danach muss das Männchen seinen Spermavorrat in den Pedipalpen erneuern. (Bellmann H. 2010)

Die Eikokons der Weibchen sind gelblich gefärbt (Bellmann H. 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise